
Thema Ruth
Thema Ruth
Davids Urgroßmutter und Vorfahrin von Jesus.
Rut 1 | Vers 2-22
Der Mann hieß Elimelech und seine Frau hieß Noomi. Seine beiden Söhne hießen Machlon und Kiljon. Sie gehörten zur Großfamilie der Efratiter, die aus Betlehem im Land Juda kam. Sie gingen nach Moab und ließen sich dort nieder. Da starb Noomis Mann Elimelech, und sie blieb mit ihren zwei Söhnen zurück. Die beiden heirateten Moabiterinnen. Eine hieß Orpa und die andere Rut. Ungefähr zehn Jahre lang wohnten sie in Moab. Dann starben auch die beiden Söhne Machlon und Kiljon. Noomi blieb allein zurück, ohne Söhne und Mann. Noomi machte sich auf und zog aus Moab weg, zusammen mit ihren Schwiegertöchtern. Sie hatte dort nämlich erfahren, dass der Herr sich um sein Volk kümmerte und ihm Brot gab. So verließ sie den Ort, an dem sie gelebt hatte. Die beiden Schwiegertöchter begleiteten sie auf dem Weg zurück ins Land Juda. Unterwegs sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: »Kehrt um! Geht zu euren Müttern zurück! Der Herr soll euch genauso lieben, wie ihr die Verstorbenen und auch mich geliebt habt. Er soll dafür sorgen, dass ihr ein neues Zuhause findet bei neuen Ehemännern.« Noomi küsste die beiden. Aber sie weinten laut und baten Noomi: »Lass uns mit dir zu deinem Volk zurückkehren!« Doch Noomi erwiderte: »Kehrt um, meine Töchter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Ich kann keine Söhne mehr zur Welt bringen, die euch heiraten würden. Kehrt um, meine Töchter! Geht! Ich bin einfach zu alt für eine neue Ehe. Selbst wenn ich es nicht wäre – wenn ich noch heute Nacht mit einem Mann schlafen und danach Söhne zur Welt bringen würde:
Rut 1 | Vers 16-17
Aber Rut antwortete: »Schick mich nicht fort! Ich will dich nicht im Stich lassen. Ja, wohin du gehst, dahin gehe auch ich. Und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott! Wo du stirbst, da will auch ich sterben, und da will ich auch begraben sein. Der Herr soll mir antun, was immer er will! Nichts kann mich von dir trennen außer dem Tod.«
Rut 2 | Vers 2-7
Die Moabiterin Rut sagte zu Noomi: »Ich will aufs Feld gehen und Ähren sammeln, die bei der Ernte liegen geblieben sind. Ich will es bei jemandem tun, der es mir freundlich erlaubt.« Noomi antwortete: »Geh nur, meine Tochter!« Rut machte sich auf und kam zu einem Feld. Dort ging sie hinter denen her, die das Getreide ernteten. Sie sammelte die Ähren, die liegen geblieben waren. Zufällig gehörte das Feld Boas, dem Verwandten von Elimelech. Boas kam aus Betlehem und begrüßte die Landarbeiter: »Der Herr sei mit euch!« Sie grüßten zurück: »Der Herr segne dich!« Boas fragte seinen Gehilfen, der die Landarbeiter beaufsichtigte: »Woher stammt die junge Frau da?« Der Gehilfe antwortete ihm: »Sie ist eine Moabiterin, die zusammen mit Noomi aus Moab zurückgekehrt ist. Sie hat gefragt, ob sie die Ähren sammeln darf, die hinter den Landarbeitern liegen geblieben sind. Seit dem frühen Morgen ist sie schon da. Erst jetzt ruht sie sich unter dem Dach ein wenig aus.«
Rut 2 | Vers 8-23
Boas sprach Rut an: »Hör auf mich, meine Tochter: Geh nicht auf ein anderes Feld, um Ähren aufzusammeln! Bleib hier bei meinen Arbeiterinnen! Gib acht, wo sie das Feld abernten, und geh hinter ihnen her! Ich habe den jungen Männern verboten, dich zu belästigen. Wenn du Durst hast, geh zu den Krügen dort! Trink das frische Wasser, das sie aus dem Brunnen schöpfen.« Rut verbeugte sich tief und sagte zu ihm: »Womit habe ich es verdient, dass du so freundlich zu mir bist? Ich bin doch eine Ausländerin.« Boas antwortete: »Man hat mir schon von dir erzählt. Ich weiß doch, was du nach dem Tod deines Mannes für deine Schwiegermutter getan hast. Du hast deinen Vater, deine Mutter und deine Heimat verlassen. Du bist zu einem Volk gezogen, das du vorher nicht gekannt hast. Der Herr tue dir Gutes für das, was du getan hast. Der Herr, der Gott Israels, soll dich reich belohnen. Zu ihm bist du gekommen, um unter seinen Flügeln Schutz zu finden.« Rut antwortete: »Mein Herr, ich danke dir, dass du so freundlich zu mir bist! Ja, du hast mich getröstet. Du hast dich um deine Magd gekümmert, obwohl ich keine von deinen Dienerinnen bin.« Zur Essenszeit rief Boas nach Rut: »Komm her zu uns! Iss von unserm Brot und tunk es in den Essig!« Rut setzte sich zu den Landarbeitern. Boas gab ihr geröstete Getreidekörner, und Rut aß, bis sie satt war. Es blieb sogar noch etwas übrig. Dann stand sie auf, um weiter zu sammeln. Boas wies seine Gehilfen an: »Lasst sie auch die Ähren aufheben, die zwischen den Garben liegen geblieben sind! Hütet euch davor, sie zu belästigen! Zieht vielmehr Ähren aus den Garben heraus und lasst sie liegen, damit sie sie aufheben kann! Ihr dürft sie auf keinen Fall zurechtweisen.« Rut sammelte bis zum Abend Ähren auf dem Feld. Dann schlug sie die Körner heraus. Ein kleiner Sack Gerste kam zusammen. Mit dem ging sie in die Stadt. Ihre Schwiegermutter Noomi staunte darüber, dass sie so viel gesammelt hatte. Rut gab ihr auch von den gerösteten Körnern, die sie übrig behalten hatte.
Rut 3 | Vers 1-5
Noomi sagte zu ihrer Schwiegertochter Rut: »Meine Tochter! Ich möchte ein neues Zuhause für dich finden, wo es dir gut geht. Boas ist doch unser Verwandter. Du warst bei seinen Arbeiterinnen. Pass auf: Er wird heute Nacht auf dem Dreschplatz Gerste worfeln. Bade und salbe dich! Dann zieh dich an und geh zum Dreschplatz! Zeig dich ihm nicht, bevor er zu Ende gegessen und getrunken hat. Gib acht, wo er sich zum Schlafen hinlegt. Dann geh hin und leg dich zu ihm unter die Decke! Er wird dir sagen, was du tun sollst.« Rut sagte: »Ich will tun, was du mir vorschlägst.«
Rut 3 | Vers 6-18
Rut ging zum Dreschplatz und tat alles, was ihre Schwiegermutter ihr aufgetragen hatte. Boas aß und trank und war gut gelaunt. Dann stand er auf und legte sich neben seinem Kornhaufen schlafen. Rut schlich zu ihm und legte sich neben ihn unter die Decke. Mitten in der Nacht wurde es Boas kalt, und er wachte auf. Als er sich umdrehte, lag eine Frau neben ihm. Er fragte sie: »Wer bist du?« Sie antwortete: »Ich bin deine Dienerin Rut. Wirf deinen Mantel über mich! Denn du bist mein Löser.« Er erwiderte: »Der Herr segne dich, meine Tochter! Jetzt hast du deine Treue noch deutlicher gezeigt als zuvor. Du bist nicht jungen Männern nachgelaufen, weder armen noch reichen. Hab keine Angst, meine Tochter! Alles, worum du mich bittest, werde ich für dich tun. Die ganze Stadt weiß doch, dass du eine fähige und zuverlässige Frau bist. Ich bin tatsächlich dein Löser. Aber es gibt da einen anderen, der mit dir noch näher verwandt ist als ich. Bleib die Nacht über hier! Wenn er morgen früh seiner Pflicht als Löser nachkommt, ist es gut. Dann soll er es tun. Wenn er aber nicht will, dann werde ich als Löser für dich eintreten. So gewiss der Herr lebt! Leg dich schlafen bis morgen früh!« Rut schlief bis zum Morgen bei ihm. Im Morgengrauen stand Rut auf, noch bevor man jemanden erkennen konnte. Boas dachte: »Niemand darf erfahren, dass die Frau auf dem Dreschplatz gewesen ist.« Laut sagte er zu Rut: »Breite deinen Umhang aus!« Sie hielt ihm den Umhang hin. Er füllte einen Sack Gerste hinein und lud ihr alles auf. Dann ging er fort in die Stadt. Rut aber ging zu ihrer Schwiegermutter. Noomi fragte: »Wie ist es dir ergangen, meine Tochter?« Und Rut berichtete Noomi, was der Mann alles für sie getan hatte.
Rut 4 | Vers 5-19
Boas entgegnete: »Du kannst das Ackerland von Noomi nur erwerben, wenn du zugleich die Moabiterin Rut heiratest. Sie ist die Witwe des rechtmäßigen Erben. Durch euer Kind wird der Name des Verstorbenen mit seinem Erbbesitz erhalten bleiben.« Da erwiderte der andere Löser: »Dann kann ich den Kauf nicht vollziehen. Das wäre ja zum Nachteil für meinen eigenen Erbbesitz. Übernimm du mein Vorrecht! Ich kann es nicht ausüben.« Eine solche Lösung, verbunden mit einem Besitzwechsel, wurde damals in Israel so bestätigt: Einer der Partner zog seine Sandale aus und gab sie dem anderen. Damit war der Handel in Israel rechtskräftig. Der andere Löser sagte also zu Boas: »Kauf du das Land für dich!« Dann zog er seine Sandale aus. Da sagte Boas zu den Ältesten und zum ganzen Volk: »Ich habe Noomi heute alles abgekauft, was Elimelech, Kiljon und Machlon gehört hat. Die Moabiterin Rut, die Witwe von Machlon, wird damit meine Ehefrau. Ich werde den Namen des Verstorbenen mit seinem Erbbesitz bewahren. Sein Name soll nicht ausgelöscht werden bei seinen Brüdern und in seiner Heimatstadt! Dafür seid ihr heute Zeugen.« Alle Leute im Tor und die Ältesten sagten: »Wir bezeugen es. Mit der Frau, die in dein Haus kommt, mache es der Herr wie mit Rahel und Lea: Sie hatten viele Nachkommen und haben das Volk Israel hervorgebracht. Du sollst bei der Großfamilie der Efratiter in hohem Ansehen stehen. Dein Name sei berühmt in Betlehem! Dein Haus sei geachtet wie das Haus des Perez, des Sohnes von Tamar und Juda. Wie ihm schenke dir der Herr berühmte Nachkommen von dieser jungen Frau!« Boas nahm Rut zur Frau und schlief mit ihr. Der Herr ließ sie schwanger werden, und sie brachte einen Sohn zur Welt. Da sagten die Frauen zu Noomi: »Gepriesen sei der Herr! Er hat dir einen Erben und Löser geschenkt. Sein Name soll in Israel berühmt sein! Er gibt dir wieder Lebenskraft und versorgt dich im Alter. Er ist ja das Kind deiner Schwiegertochter, die dich liebt. Sie ist für dich mehr wert als sieben Söhne.«
Matthäus 1 | Vers 5-6
Salmon war der Vater von Boas – seine Mutter war Rahab –, Boas war der Vater von Obed – seine Mutter war Rut –, Obed der Vater von Isai. Isai war der Vater von David, dem König, David von Salomo – seine Mutter war die Frau von Urija.
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