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Thema Hesekiel

Jüdischer Prophet im babylonischen Exil, der Gottes Gericht und Wiederherstellung verkündete.

Hesekiel 1 | Vers 1-3

Es war im dreißigsten Jahr, am fünften Tag des vierten Monats. Ich wohnte in Babylonien am Kanal Kebar, bei den Judäern, die dort in der Verbannung lebten. Da öffnete sich der Himmel und Gott ließ mich Visionen sehen. Es war das fünfte Jahr nach der Verbannung von König Jojachin. Am fünften Tag des vierten Monats also kam das Wort des Herrn zu Ezechiel, dem Sohn des Busi. Er war ein Priester und wohnte im Land der Babylonier am Kanal Kebar. Dort ergriff ihn die Hand des Herrn.

Hesekiel 2 | Vers 1-10

Gott sagte zu mir: Du Mensch, stell dich auf deine Füße! Ich habe dir etwas zu sagen. – Während er mit mir redete, kam Gottes Geist in mich und stellte mich auf meine Füße. Dann hörte ich ihn wieder reden. – Er sagte zu mir: Du Mensch, ich selbst sende dich zu den Israeliten, zu diesem widerspenstigen Volk. Immer wieder haben sie sich mir widersetzt. Schon ihre Vorfahren haben sich gegen mich aufgelehnt, daran hat sich bis heute nichts geändert. Sie sind immer noch abweisend und hartherzig. Doch ich sende dich zu ihnen. Du sollst zu ihnen sagen: »So spricht Gott, der Herr!« Dann können sie darauf hören oder auch nicht. Selbst wenn sie widerspenstig bleiben, merken sie, dass ein Prophet mitten unter ihnen war. Du aber, Mensch, fürchte dich nicht vor den Israeliten! Auch vor ihren Worten fürchte dich nicht. Sie werden dich verletzen wie Disteln und Dornen, ja, du wirst unter Skorpionen wohnen. Fürchte dich nicht vor ihren Worten und lass dich nicht von ihnen erschrecken. Sie waren schon immer widerspenstig. Richte ihnen meine Worte aus, ob sie darauf hören oder nicht. Du weißt ja, wie widerspenstig sie sind. Weiter sagte Gott zu mir: Du aber, Mensch, hör, was ich dir sage! Sei nicht so widerspenstig wie die, die sich mir widersetzen. Öffne deinen Mund und iss, was ich dir geben werde. Da sah ich eine Hand, die zu mir ausgestreckt war. Sie hielt eine Schriftrolle und breitete sie vor mir aus. Die Schriftrolle war auf beiden Seiten beschrieben, mit vielen Klagen, mit Ach und Weh.

Hesekiel 3 | Vers 1-11

Gott sagte zu mir: »Du Mensch, iss, was du da siehst. Iss diese Schriftrolle! Dann geh und rede zum Haus Israel.« Ich öffnete meinen Mund, und er gab mir die Schriftrolle zu essen. Dabei sagte er zu mir: »Du Mensch, iss und fülle deinen Bauch mit der Schriftrolle, die ich dir gebe.« Da aß ich sie, und sie schmeckte süß wie Honig. Dann sagte Gott zu mir: Du Mensch, geh zum Haus Israel und richte ihnen meine Worte aus. Ich sende dich zu den Israeliten! Du gehst nicht zu einem Volk mit einer unverständlichen Sprache, die sich kaum aussprechen lässt. Ich schicke dich auch nicht zu fremden Völkern mit unverständlichen Sprachen, die sich kaum aussprechen lassen. Deren Worte würdest du nicht verstehen. Doch würde ich dich zu ihnen schicken, würden sie auf dich hören! Die Israeliten aber werden nicht auf dich hören, denn sie wollen nicht auf mich hören. Alle, die zum Haus Israel gehören, haben eine harte Stirn und ein hartes Herz. Ich aber mache dein Gesicht so hart wie ihre Gesichter, deine Stirn genauso hart wie ihre. Ich mache deine Stirn so hart wie einen Diamanten, viel härter als einen Kieselstein. Fürchte dich nicht vor ihnen und lass dich von ihnen nicht erschrecken! Sie waren schon immer widerspenstig. Weiter sagte Gott zu mir: Du Mensch, alles, was ich dir sage, merke dir gut und hör genau hin. Dann geh zu denen aus deinem Volk, die aus ihrer Heimat verbannt wurden. Sprich zu ihnen und sag: »So spricht Gott, der Herr!« Dann können sie darauf hören oder nicht.

Hesekiel 3 | Vers 14-17

Dann hob mich ein Wind hoch und trug mich weg. Ich aber war innerlich erhitzt und verbittert und die Hand des Herrn lag schwer auf mir. Ich kam nach »Tel Aviv«, zu den Verbannten, die am Kanal Kebar wohnten. Ja, dort wohnten sie und ich saß sieben Tage lang verstört in ihrer Mitte. Als die sieben Tage vorbei waren, kam das Wort des Herrn zu mir: Du Mensch, ich habe dich für das Haus Israel als Wächter eingesetzt. Wenn du eine Botschaft von mir hörst, musst du die Israeliten vor mir warnen.

Hesekiel 3 | Vers 17-27

Du Mensch, ich habe dich für das Haus Israel als Wächter eingesetzt. Wenn du eine Botschaft von mir hörst, musst du die Israeliten vor mir warnen. Wenn ich zu einem Frevler sage: »Du musst sterben!«, dann warne ihn vor seinem gottlosen Leben. Dann wird er nicht sterben. Wenn du ihn aber nicht warnst, wird er wegen seiner Schuld sterben. Für seinen Tod werde ich dich zur Rechenschaft ziehen. Wenn du den Frevler gewarnt hast, kann er sich abwenden von seinem boshaften und gottlosen Leben. Tut er das nicht, muss er wegen seiner Schuld sterben. Du aber hast dein Leben gerettet. Wenn ein Gerechter seine Gerechtigkeit aufgibt und Unrecht tut, lasse ich ihn straucheln. Er muss sterben. Wenn du ihn nicht warnst, wird er wegen seiner Sünde sterben. Seine guten Taten werden nichts daran ändern. Für seinen Tod werde ich dich zur Rechenschaft ziehen. Wenn du den Gerechten aber vor der Sünde warnst, kann er gerecht bleiben. Wenn er keine Sünde begeht, muss er nicht sterben. Dann hast auch du dein Leben gerettet. Da ergriff mich die Hand des Herrn. Er sagte zu mir: »Steh auf und geh hinaus in die Ebene. Dort will ich mit dir reden.« Ich stand auf und ging hinaus in die Ebene. Dort sah ich die Herrlichkeit des Herrn. Sie sah genauso aus wie die Herrlichkeit, die ich am Kanal Kebar gesehen hatte. Da warf ich mich nieder, mit dem Gesicht zum Boden. Dann kam Gottes Geist in mich und stellte mich wieder auf die Füße. Gott redete mit mir und sagte: Geh und schließ dich in deinem Haus ein. Du Mensch, die Israeliten werden dir Stricke anlegen und dich damit fesseln. Dann kannst du nicht mehr zu ihnen hinausgehen. Ich aber werde deine Zunge an deinen Gaumen kleben. Du wirst stumm sein und sie nicht zurechtweisen können. Sie waren schon immer widerspenstig. Wenn ich zu dir rede, öffne ich deinen Mund. Dann sollst du zu ihnen sagen: »So spricht Gott, der Herr!« Wer es hören will, der soll es hören. Wer es nicht annehmen will, der soll es bleiben lassen. Sie waren ja schon immer widerspenstig.

Hesekiel 5 | Vers 1-4

Gott sagte zu mir: Du Mensch, nimm dir ein scharfes Schwert. Benutz es als Rasiermesser und schneide deine Haare und deinen Bart ab. Dann nimm dir eine Waage und teile die Haare auf. Ein Drittel verbrenne im Feuer, mitten in Jerusalem, wenn die Zeit der Belagerung vorbei ist. Ein Drittel zerschneide mit dem Schwert und verteile es rings um die Stadt. Ein Drittel zerstreue im Wind. Ich werde mit gezogenem Schwert hinter ihnen her sein! Nimm von den Haaren eine Handvoll und binde sie in den Zipfel deines Mantels. Doch selbst von ihnen wirf einen Teil mitten ins Feuer und verbrenne sie im Feuer. Das Feuer wird sich ausbreiten und das ganze Haus Israel verzehren.

Hesekiel 8 | Vers 7-18

Gott brachte mich zum Eingang des äußeren Hofs. Dort sah ich ein Loch in der Wand. Gott sagte zu mir: »Du Mensch, durchbrich die Wand!« Als ich die Wand durchbrochen hatte, sah ich einen Eingang. Er sagte zu mir: »Geh hinein und sieh die schlimmen Schandtaten, die sie dort begehen.« Ich ging hinein und sah: Überall waren Zeichnungen an den Wänden – Bilder von Schlangen und anderen Tiergestalten, von allen ekligen Götzen der Israeliten. Man hatte sie ringsum in die Wand eingeritzt. Davor standen 70 Männer, die zu den Ältesten Israels gehörten. Auch Jaasanja, der Sohn des Schafan, war unter ihnen. Jeder hatte eine Räucherpfanne in der Hand, aus der der Duft einer Weihrauchwolke aufstieg. Gott sagte zu mir: »Du Mensch, hast du gesehen, was die Ältesten Israels im Verborgenen tun? Jeder tut das, im hintersten Zimmer vor seinem Götzenbild. Sie denken: Der Herr sieht uns nicht, der Herr hat das Land verlassen.« Dann sagte er zu mir: »Du wirst sehen, dass sie noch schrecklichere Schandtaten begehen.« Gott führte mich zu dem Tor im Norden, durch das man zum Tempel des Herrn gelangt. Dort saßen Frauen, die den Gott Tammus beweinten. Gott sagte zu mir: »Du Mensch, hast du das gesehen? Du wirst noch schrecklichere Schandtaten sehen.« Dann führte er mich in den inneren Hof des Tempels. Zwischen der Vorhalle und dem Brandopferaltar sah ich etwa 25 Männer. Sie standen mit dem Rücken zum Eingang des Tempels, das Gesicht nach Osten gerichtet. Die Männer verbeugten sich in Richtung Osten, um die Sonne anzubeten. Gott sagte zu mir: »Du Mensch, hast du das gesehen? Ist es nicht schlimm genug für die Judäer, dass sie solche Abscheulichkeiten begehen? Das ganze Land überziehen sie mit Gewalt. Immer wieder reizen sie mich und wedeln mit Zweigen vor meiner Nase!

Hesekiel 8 | Vers 1-3

Es war am fünften Tag des sechsten Monats, im sechsten Jahr der Verbannung unseres Volkes. Ich saß in meinem Haus, gemeinsam mit den Ältesten Judas. Da ergriff mich die Hand Gottes, des Herrn. Ich sah eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. Unterhalb von dem, was seinen Hüften glich, schien ein Feuer zu flackern. Oberhalb seiner Hüften sah ich einen Glanz, der strahlte wie ein kostbarer Edelstein. Die Gestalt streckte etwas wie eine Hand aus und packte mich an meinen Haaren. Da hob mich ein Wind hoch zwischen Himmel und Erde und brachte mich nach Jerusalem. Dort ließ mich Gott Visionen sehen. Ich fand mich wieder im Norden der Stadt, am Eingang des nördlichen Stadttors. Da stand ein Götzenbild, das Gottes Eifersucht erregt.

Hesekiel 24 | Vers 15-24

Das Wort des Herrn kam zu mir: »Du Mensch, ich nehme dir auf einen Schlag das weg, was dir lieb und teuer ist. Doch du darfst nicht klagen und nicht trauern, und dir dürfen keine Tränen kommen. Stöhne, aber bleib still und halte keine Totenklage. Bind dir deinen Kopfschmuck um und zieh deine Sandalen an. Verhülle deinen Bart nicht und lass keine Trauerfeier ausrichten.« Morgens unterhielt ich mich noch mit dem Volk, und abends starb meine Frau. Am nächsten Morgen verhielt ich mich so, wie es mir befohlen worden war. Das Volk fragte mich: »Willst du uns nicht erklären, was du da tust? Was bedeutet das für uns?« Ich antwortete ihnen: »Das Wort des Herrn ist zu mir gekommen. Ich sollte zum Haus Israel sagen: So spricht Gott, der Herr! Ich werde mein Heiligtum entweihen, auf das ihr stolz seid und das euch Macht verleiht. Es ist euch lieb und teuer und es ist das Ziel eurer Sehnsucht. Eure Söhne und Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden durch das Schwert fallen. Ihr Israeliten müsst euch jetzt so verhalten, wie ich mich verhalten habe: Ihr dürft eure Bärte nicht verhüllen und keine Trauerfeiern ausrichten. Ihr sollt euren Kopfschmuck anlegen und eure Sandalen anziehen. Ihr dürft weder klagen noch trauern, aber ihr werdet euch gegenseitig anschreien. Ihr werdet an eurer Schuld zu Grunde gehen.« Ezechiel wird ein Zeichen für euch sein. Ihr werdet euch so verhalten, wie er es getan hat. Wenn das geschieht, werdet ihr erkennen, dass ich Gott, der Herr bin!

Hesekiel 29 | Vers 17-21

Es war im 27. Jahr der Verbannung unseres Volkes, am ersten Tag des ersten Monats. Das Wort des Herrn kam zu mir: Du Mensch! Der König von Babylonien, Nebukadnezzar, trieb sein Heer vor Tyros zu großen Anstrengungen an. Die Soldaten scheuerten sich die Schultern wund. Sogar die Haare fielen ihnen aus. Aber er und sein Heer bekamen keinen Lohn dafür, dass sie sich in Tyros so anstrengten. Darum spricht Gott, der Herr: Nebukadnezzar, der König von Babylonien, erhält von mir das Land Ägypten. Er plündert, raubt es aus und macht Beute. Das wird der Lohn für sein Heer sein. Als Belohnung für seine Leistung gebe ich ihm das Land Ägypten. Denn sie haben all das für mich getan. – Ausspruch von Gott, dem Herrn – Zur gleichen Zeit werde ich Israel wieder stark machen. Dir gebe ich das Recht, von den Israeliten gehört zu werden. Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin.

Hesekiel 33 | Vers 21-22

Es war im zwölften Jahr der Verbannung unseres Volkes, am fünften Tag des zehnten Monats. Da kam ein Überlebender aus Jerusalem zu mir und sagte: »Die Stadt ist zerstört.« Am Abend, bevor der Überlebende ankam, hatte mich die Hand des Herrn ergriffen. Er öffnete mir den Mund, noch bevor der Überlebende am Morgen zu mir kam. Ja, er öffnete mir den Mund, und ich war nicht mehr stumm.

Hesekiel 40 | Vers 1-4

Es war im 25. Jahr der Verbannung unseres Volkes, am Jahresanfang, am 10. Tag des ersten Monats. Es war das 14. Jahr, nachdem Jerusalem zerstört worden war. Genau an diesem Tag ergriff mich die Hand des Herrn und brachte mich nach Jerusalem. Dort ließ Gott mich eine Vision sehen. Er brachte mich in das Land Israels und setzte mich auf einem sehr hohen Berg ab. Auf der Südseite des Berges waren Gebäude, die wie eine Stadt aussahen. Dorthin brachte er mich. Da sah ich eine Gestalt, die wie ein Mann aus Bronze aussah. In seiner Hand hielt der Mann eine Schnur aus Flachs und eine Messlatte. Er stand an einem Tor und sagte zu mir: »Du Mensch, sieh hin und hör gut zu! Pass genau auf, was ich dir zeigen will! Denn du bist an diesen Ort gebracht worden, damit ich dir etwas zeigen kann. Berichte den Israeliten alles, was du siehst!«

Hesekiel 33 | Vers 30-33

Und über dich, du Mensch, tuscheln deine Landsleute an Mauern und Hauseingängen. Einer sagt zum anderen, jeder zu seinem Nachbarn: »Komm, lass uns hören, was da vom Herrn gesagt wird!« Dann kommt das ganze Volk zu dir. Mein Volk setzt sich vor dich hin, und es hört deinen Worten zu. Aber es beachtet sie nicht! Es handelt nur aus Gier und strebt nach unrechtmäßigem Gewinn. Für das Volk bist du wie einer, der Liebeslieder singt. Du hast eine schöne Stimme und spielst gut. Es hört deine Worte, aber es verhält sich nicht danach. Das alles wird sicher geschehen. Wenn es aber geschieht, werden sie erkennen, dass ein Prophet unter ihnen war.

Hesekiel 37 | Vers 1-14

Die Hand des Herrn ergriff mich und ich hatte eine Vision: Der Herr führte mich durch seinen Geist hinaus und brachte mich mitten in eine Ebene. Dort lagen überall Knochen. Gott führte mich an den Knochen vorbei und in der Ebene umher. Die ganze Ebene lag voller Knochen, die völlig ausgetrocknet waren. Gott sagte zu mir: »Du Mensch, können diese Knochen wieder lebendig werden?« Ich antwortete ihm: »Herr, mein Gott, du weißt es!« Da sagte er zu mir: »Rede als Prophet zu diesen Knochen und sag zu ihnen: Ihr vertrockneten Knochen, hört das Wort des Herrn! So spricht Gott, der Herr zu diesen Knochen: Ich selbst gebe meinen Geist in euch und ihr werdet wieder lebendig! Ich verbinde euch mit Sehnen und lasse Fleisch darüber wachsen. Ich überziehe euch mit Haut und gebe euch Lebensgeist. So werdet ihr wieder lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.« Ich redete als Prophet, wie er mir befohlen hatte. Noch während ich redete, wurde es laut und die Erde bebte. Die Knochen rückten zueinander, jeder Knochen an seinen Platz. Ich sah, wie sie mit Sehnen verbunden wurden und wie Fleisch darüber wuchs. Dann wurden sie mit Haut überzogen, aber Lebensgeist war noch nicht in ihnen. Da sagte Gott zu mir: »Rede als Prophet zu diesem Lebensgeist! Ja, du Mensch, rede als Prophet zum Geist und sag: So spricht Gott, der Herr! Geist, komm herbei aus den vier Himmelsrichtungen! Hauch diese Toten an, damit sie wieder lebendig werden.« Ich redete als Prophet, wie er mir befohlen hatte. Da kam Lebensgeist in sie und sie wurden wieder lebendig. Sie standen auf – es war eine sehr große Menschenmenge. Gott sagte zu mir: Du Mensch, diese Knochen stehen für die Israeliten. Sie sagen: »Unsere Knochen sind vertrocknet. Unsere Hoffnung ist dahin, wir haben keine Zukunft mehr!«

Hesekiel 36 | Vers 24-38

Ich hole euch aus den fremden Völkern zurück und sammle euch ein aus allen Ländern. Dann bringe ich euch zurück in euer Land. Dort besprenge ich euch mit reinem Wasser, damit ihr rein werdet. Ich wasche die Schuld von euch ab, die ihr durch eure Götzen auf euch geladen habt. Dann gebe ich euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Das tote Herz aus Stein nehme ich aus eurem Leib. An seiner Stelle gebe ich euch ein lebendiges Herz aus Fleisch. Meinen Geist gebe ich euch. Damit sorge ich dafür, dass ihr meine Anordnungen beachtet und meine Gebote bewahrt und befolgt. Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vorfahren gegeben habe. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein. Ich werde euch von allem befreien, was euch unrein gemacht hat. Das Land werde ich mit Getreide füllen, damit ihr keine Hungersnot mehr erleiden müsst. Die Bäume werden wieder Früchte tragen und die Felder reichen Ertrag bringen. Nie mehr werden euch die anderen Völker verspotten, weil ihr Hunger leiden müsst. Ihr aber werdet an euer böses Verhalten zurückdenken und an eure Taten, die nicht gut waren. Wegen eurer Schuld und eurer Schandtaten werdet ihr euch vor euch selbst ekeln. Das sollt ihr wissen: Nicht wegen euch greife ich ein! – Ausspruch von Gott, dem Herrn – Ihr Israeliten sollt euch schämen und wegen eures Verhaltens beschämt sein. So spricht Gott, der Herr: Es kommt der Tag, an dem ich euch von all eurer Schuld reinigen werde. Dann gebe ich den Städten ihre Bewohner zurück und die Trümmer werden wieder aufgebaut. Das Land war vollständig verwüstet. Das konnte jeder sehen, der vorbeikam. Aber jetzt wird es wieder als Acker genutzt.

Hesekiel 33 | Vers 7-9

Und dich, du Mensch, habe ich für das Haus Israel als Wächter eingesetzt. Wenn du eine Botschaft von mir hörst, musst du die Israeliten vor mir warnen. Wenn ich zu einem Frevler sage: »Frevler, du musst sterben!«, und du warnst ihn nicht vor seinem gottlosen Leben, wird er wegen seiner Schuld sterben. Für seinen Tod werde ich dich zur Rechenschaft ziehen. Wenn du den Frevler aber gewarnt hast, sein gottloses Leben aufzugeben, kann er sich davon abwenden. Tut er das nicht, muss er wegen seiner Schuld sterben. Du aber hast dein Leben gerettet.

Hesekiel 11 | Vers 14-20

Das Wort des Herrn kam zu mir: Du Mensch, die Bewohner Jerusalems reden über die in der Verbannung. Sie sagen über deine Brüder, deine Verwandten und über alle Israeliten: »Sie sind fern vom Herrn. Uns aber wurde das Land als Besitz gegeben.« Darum sag: So spricht der Herr! Ja, ich habe sie in die Ferne geführt, zu fremden Völkern. Ich habe sie in fremde Länder zerstreut. Doch auch in diesen Ländern bin ich für sie da, ähnlich wie in meinem Tempel. Darum sag: So spricht Gott, der Herr! Ich werde euch aus den Völkern sammeln. Auch werde ich euch zusammenbringen aus den Ländern, in die ihr zerstreut wurdet. Euch werde ich das Land Israels geben. Dorthin werden sie kommen. Dann werden sie alle abscheulichen Götzen im Land und alle Schandtaten beseitigen. Ich gebe ihnen ein ungeteiltes Herz und lege einen neuen Geist in sie. Ich entferne das steinerne Herz aus ihrem Körper und gebe ihnen ein lebendiges Herz. Das geschieht, damit sie meine Anordnungen beachten und meine Gebote bewahren und befolgen. Sie werden mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein.

Hesekiel 4 | Vers 1-17

Gott sagte zu mir: Du Mensch, nimm dir einen Lehmziegel. Leg ihn vor dich hin und ritz die Umrisse der Stadt Jerusalem hinein. Zeig an dem Stein die Belagerung Jerusalems. Errichte einen Wall um ihn herum und schütte eine Belagerungsrampe auf. Leg befestigte Heerlager an und stell ringsum Rammböcke auf. Dann nimm dir eine Eisenplatte. Stell sie als eiserne Mauer zwischen dich und die Stadt. Schau nun stur auf die Stadt: So ist sie unter Belagerung und du wirst sie belagern. Das zeigt dem Haus Israel, was kommen wird. Weiter sagte Gott: Leg dich auf deine linke Seite und nimm die Schuld des Hauses Israel auf dich. Solange du auf dieser Seite liegst, sollst du die Schuld der Israeliten tragen. So sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen, 390 Tage lang. Ja, so sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen. Wenn du damit fertig bist, leg dich auf deine rechte Seite. Nimm nun 40 Tage lang die Schuld des Hauses Juda auf dich – für jedes Jahr seiner Schuld gebe ich dir einen Tag. Lass dabei das belagerte Jerusalem nicht aus den Augen! Droh der Stadt mit geballter Faust und sprich zu ihr als Prophet. Ich werde dich mit Stricken fesseln, bis die Zeit der Belagerung vorbei ist. So lange kannst du dich nicht von einer Seite auf die andere drehen. Weiter sagte Gott: »Nimm dir Weizen und Gerste, Bohnen und Linsen, Hirse und Dinkel. Füll alles in ein einziges Gefäß und back daraus Brot für dich. Solange du auf der Seite liegst, sollst du davon essen – 390 Tage lang. Deine Nahrung soll genau abgewogen sein: 240 Gramm Brot für jeden Tag. Zu festgelegten Zeiten sollst du es essen. Auch das Wasser, das du trinkst, soll genau abgemessen sein: ein Becher Wasser. Zu festgelegten Zeiten sollst du es trinken.

Hesekiel 33 | Vers 12

Du Mensch, sag zu deinen Landsleuten: »Den Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht retten, wenn er ein Verbrechen begeht. Ja, wenn der Gerechte eine Sünde begeht, hält ihn seine Gerechtigkeit allein nicht am Leben. Wenn der Frevler sich ändert und nicht mehr böse ist, wird er wegen seiner Bosheit nicht stürzen.«

2. Könige 24 | Vers 10-16

Damals rückten Truppen gegen Jerusalem vor und belagerten die Stadt. Sie gehörten Nebukadnezzar, dem babylonischen König. Dann traf der König von Babylonien selbst ein, während seine Truppen die Stadt belagerten. Da ergab sich Jojachin, der König von Juda. Er verließ die Stadt zusammen mit seiner Mutter, seinen Dienern, Heerführern und Beamten. Im achten Jahr seiner Königsherrschaft nahm der babylonische König sie alle gefangen. Außerdem nahm er alle Schätze mit, die er im Tempel und im Palast fand. Er erbeutete auch die goldenen Geräte, die im Inneren des Tempels standen. König Salomo von Israel hatte sie anfertigen lassen. So erfüllte sich, was der Herr angekündigt hatte. Dann nahm er die Bewohner Jerusalems gefangen und verschleppte sie in die Verbannung: alle Beamten und Heerführer, zusammen 10.000 Mann. Auch alle Handwerker und Schmiede nahm er mit. Nur die arme Landbevölkerung blieb noch übrig. Er verschleppte Jojachin nach Babylon zusammen mit seiner Mutter, seinen Frauen und Beamten. Alle mächtigen Männer des Landes ließ er ebenfalls von Jerusalem nach Babylon bringen. Dazu ließ er die Männer nach Babylon verschleppen, die er für den Kriegsdienst brauchen konnte: 7000 kampferprobte Soldaten und 1000 Mann, die Waffen herstellen konnten.

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