
Thema Esther
Thema Esther
Jüdische Königin in Persien, die mutig ihr Volk vor Mord rettete.
Ester 2 | Vers 7-11
Mordechai war der Pflegevater von Hadassa. Die wurde Ester genannt und war seine Cousine. Sie hatte ihren Vater und ihre Mutter verloren. Nach dem Tod ihrer Eltern hatte Mordechai sie wie eine Tochter aufgenommen. Das Mädchen hatte eine gute Figur und war sehr hübsch. Der Erlass des Königs wurde überall bekannt gegeben. Viele Mädchen wurden in die Festung Susa gebracht und unter Aufsicht von Hegai gestellt. Auch Ester wurde in den Königspalast geholt und Hegai, dem Aufseher der Frauen, unterstellt. Das Mädchen gefiel ihm, und er entwickelte eine Vorliebe für sie. Er sorgte dafür, dass sie gutes Essen und eine besondere Schönheitspflege bekam. Außerdem stellte er ihr sieben Mädchen zur Seite, die er aus dem Haushalt des Königs auswählte. Er ließ sie alle zusammen im schönsten Raum wohnen, den es im Harem gab. Ester erzählte niemandem, zu welchem Volk sie gehörte und wo sie herkam. So hatte Mordechai es ihr geraten. Mordechai aber ging Tag für Tag beim Harem vorbei. Er wollte wissen, ob es Ester gut ging und was man mit ihr machte.
Ester 2 | Vers 12-18
Ein junges Mädchen nach dem anderen war an der Reihe, zu König Xerxes hineinzugehen. Ein Jahr dauerte die Vorbereitung für jede Frau. So war es für ihre Schönheitspflege vorgeschrieben: sechs Monate eine Behandlung mit Myrrhenöl und weitere sechs Monate mit Balsam. Dazu kamen noch weitere Schönheitsmittel für Frauen. Dann erst durften die Mädchen zum König hineingehen. Ihnen wurde mitgegeben, was sie dabeihaben wollten. So konnten sie eigene Sachen in den Palast mitnehmen, wenn sie aus dem Harem kamen. Jeden Abend ging immer ein Mädchen zum König, und am Morgen kam es wieder heraus. Danach ging es in den zweiten Harem, der unter Aufsicht von Schaaschgas stand. Als Eunuch des Königs beaufsichtigte er die Nebenfrauen. Kein Mädchen durfte zwei Mal zum König gehen – es sei denn, sie gefiel ihm und sie wurde ausdrücklich mit ihrem Namen gerufen. Schließlich war Ester an der Reihe, zum König zu gehen. Die Tochter des Abihajil wollte nichts mitnehmen außer dem, wozu Hegai ihr geraten hatte. Der war Eunuch des Königs und Aufseher im Harem. – Mordechai war der Neffe von Abihajil und hatte Ester damals wie eine Tochter angenommen. – Nun gewann Ester die Zuneigung aller, die sie sahen. Als Ester zu Xerxes in den Palast geholt wurde, war der schon sieben Jahre lang König. Es war der zehnte Monat, der Tebet heißt. Der König entwickelte eine Vorliebe für Ester. Er liebte sie mehr als alle anderen Jungfrauen, und sie gewann seine Zuneigung. Daher setzte er Ester die Krone auf und machte sie so zur Königin anstelle von Waschti. Der König gab ein großes Fest zu Ehren von Ester für seine hohen Beamten und Diener. Für die Provinzen gewährte er einen Steuererlass. Und er verteilte Geschenke, wie es für einen König üblich war.
Ester 2 | Vers 19-23
Mordechai saß gerade am Königstor, als die Mädchen ein zweites Mal versammelt wurden. – Ester hatte nicht erzählt, zu welchem Volk sie gehörte und wo sie herkam. Sie befolgte die Anweisung von Mordechai, als ob er immer noch ihr Pflegevater wäre. – Als Mordechai also am Königstor saß, gerieten zwei Eunuchen des Königs in Zorn. Bigtan und Teresch waren Torwächter, aber jetzt wollten sie König Xerxes umbringen. Mordechai bekam das mit und sagte es Königin Ester. Ester berichtete es in Mordechais Namen dem König. Die Sache wurde untersucht und aufgedeckt und man erhängte die beiden Eunuchen am Galgen. Der Vorfall wurde für den König in der »Chronik des Königs« festgehalten.
Ester 2 | Vers 3
In allen Provinzen seines Reiches könnte der König Beauftragte einsetzen. Die sollen schöne Mädchen, die noch Jungfrauen sind, hierher in die befestigte Stadt Susa bringen. Sie sollen dann in den Harem geführt werden, den der königliche Eunuch Hegai beaufsichtigt. Man soll für ihre Schönheitspflege sorgen.
Ester 4 | Vers 1-4
Mordechai erfuhr alles, was geschehen war. Da zerriss er seine Kleider und zog stattdessen einen Sack an. Er streute sich Asche auf den Kopf und ging hinaus, mitten in die Stadt. Dort fing er ein lautes und bitteres Klagegeschrei an. Er kam bis an das Königstor. Er durfte das Tor aber nicht betreten, weil er einen Sack angezogen hatte. In jeder einzelnen Provinz herrschte große Trauer bei den Juden. Überall, wo das Gesetz des Königs galt, gab es Weinen, Klagen und Fasten. Viele schliefen auf einem Lager aus Sack und Asche. Dienerinnen und Eunuchen von Ester erzählten ihr davon, und die Königin bekam schreckliche Angst. Sie schickte Mordechai Kleidung, die er anziehen sollte. Den Sack sollte er ausziehen. Aber Mordechai nahm die Kleidung nicht an.
Ester 4 | Vers 8-17
Mordechai gab Hatach auch eine Abschrift des Erlasses, der in Susa veröffentlicht worden war. Es war der Befehl zur Vernichtung der Juden. Hatach sollte Ester den Erlass zeigen und ihr alles berichten. Er sollte sie dringend bitten, zum König zu gehen und für ihr Volk zu bitten. Sie sollte den König um Gnade anflehen. Hatach kam zurück zu Ester und berichtete ihr, was Mordechai gesagt hatte. Da trug sie Hatach auf, Mordechai zu antworten: »Alle Leute kennen das eine Gesetz, die Beamten des Königs sowie alle aus den Provinzen: Wer ungebeten zum König in den inneren Hof geht, der wird getötet, gleich ob Mann oder Frau. Der König hat aber einen goldenen Herrscherstab. Nur wem er den entgegenstreckt, der bleibt am Leben. Und ich, ich bin jetzt schon seit dreißig Tagen nicht mehr zum König hineingebeten worden.« Mordechai wurde ausgerichtet, was Ester gesagt hatte. Mordechai antwortete Ester: »Glaube ja nicht, dass du im Palast in Sicherheit bist. Sollte es dir anders gehen als allen anderen Juden? Willst du in dieser Lage wirklich schweigen? Dann kommen Befreiung und Rettung für die Juden eben von anderswo her. Du aber und deine Familie – ihr kommt dann um. Wer weiß, vielleicht bist deswegen gerade du in dieser Zeit Königin geworden.« Ester ließ Mordechai antworten: »Geh und versammle alle Juden, die du in Susa findest! Bittet für mich, indem ihr fastet: Drei Tage lang sollt ihr nichts essen oder trinken, weder in der Nacht noch am Tag. Auch ich will zusammen mit meinen Dienerinnen fasten. Danach werde ich zum König hineingehen, auch wenn das gegen das Gesetz verstößt. Wenn ich dann umkomme, so komme ich eben um.« Mordechai tat das, was Ester ihm aufgetragen hatte.
Ester 5 | Vers 1-8
Drei Tage später legte Ester königliche Gewänder an. So betrat sie den inneren Hof des Palasts, gegenüber des königlichen Saales. Der König saß auf dem Thron seines Königreichs, der im Saal stand, dem Palasteingang gegenüber. Als der König die Königin Ester auf dem Hof stehen sah, fand sie Gnade bei ihm. Da hielt er ihr seinen goldenen Herrscherstab entgegen. Ester kam näher und berührte die Spitze des Stabs. Der König fragte sie: »Was hast du, Königin Ester? Was wünschst du? Du sollst es bekommen, auch wenn es die Hälfte des Königreichs ist!« Ester antwortete: »Wenn es dem König gefällt, dann soll er heute mit Haman zu einem Fest kommen. Ich habe es für ihn vorbereitet.« Da sagte der König: »Schnell, holt Haman her, damit wir der Einladung von Ester folgen!« Der König ging zusammen mit Haman zu dem Fest, das Ester vorbereitet hatte. Beim Wein fragte der König Ester noch einmal: »Was ist deine Bitte? Sie soll dir erfüllt werden. Was wünschst du? Es soll geschehen. Du bekommst es, auch wenn es die Hälfte des Königreichs ist!« Ester antwortete: »Das ist meine Bitte und mein Wunsch: Habe ich beim König Gnade gefunden? Und gefällt es dem König, meine Bitte zu erfüllen und meinem Wunsch zu entsprechen? Dann soll er zu einem neuen Gelage kommen, das ich morgen für ihn und Haman ausrichten werde. Dann werde ich die Frage des Königs beantworten.«
Ester 7 | Vers 1-10
So kamen der König und Haman zum Gelage von Königin Ester. Als der König Wein getrunken hatte, fragte er Ester auch an diesem zweiten Tag: »Was ist deine Bitte? Sie soll dir erfüllt werden. Was wünschst du? Es soll geschehen. Du bekommst es, Königin Ester, auch wenn es die Hälfte des Königreichs ist!« Da antwortete Königin Ester: »Habe ich Gnade gefunden bei dir, König? Und gefällt es dem König? Dann lass mich am Leben – das ist meine Bitte. Und lass mir mein Volk – das ist mein Wunsch. Denn man hat uns verkauft, mich und mein Volk. Man will uns ausrotten, töten, vernichten. Wenn wir als Sklaven und Sklavinnen verkauft würden, dann würde ich schweigen. Dann wäre die Not nicht so groß, dass es recht wäre, den König damit zu belästigen.« Da sagte König Xerxes zu Königin Ester: »Aber wer hat vor, so etwas zu tun? Wer ist das und wo ist er?« Ester antwortete: »Der Gegner und Feind ist Haman, dieser Verbrecher!« Haman bekam Angst vor dem König und der Königin. Voll Zorn stand der König auf. Er verließ das Festessen und ging in den Garten des Palastes. Haman blieb und flehte Königin Ester um sein Leben an. Denn er musste erkennen, dass der König seinen Tod beschlossen hatte. Dann kam der König aus dem Garten des Palasts zurück und ging in den Saal zum Gelage. Haman hatte sich vor der Liege zu Boden geworfen, auf der Ester zu Tisch lag. Da schrie der König: »Wird jetzt auch noch die Königin angegriffen, direkt vor mir in meinem Haus?« Kaum hatte der König das gerufen, bedeckte man Hamans Gesicht. Dann sagte Harbona, einer der Eunuchen, zum König: »Der Galgen wartet schon. Den hat Haman selbst bauen lassen – für Mordechai, der doch für den König eingetreten ist. Er steht bei Hamans Haus und ist 25 Meter hoch!« Der König befahl: »Hängt Haman daran auf!« Da hängten sie Haman an den Galgen, den er für Mordechai aufgestellt hatte. Der Zorn des Königs legte sich.
Ester 8 | Vers 1-7
Noch an dem Tag, an dem Haman starb, verschenkte König Xerxes das Haus von Haman. Er schenkte es Königin Ester. Haman war der Feind der Juden gewesen. Mordechai aber durfte zum König gehen. Ester hatte dem König anvertraut, dass Mordechai mit ihr verwandt war. Da streifte der König seinen Siegelring ab, den er Haman wieder abgenommen hatte. Er gab ihn Mordechai, und Ester machte Mordechai zum Verwalter des Hauses, das Haman gehört hatte. Ester aber wandte sich noch einmal an den König. Sie warf sich ihm zu Füßen, weinte und flehte ihn an: »Wende den bösen Plan von Haman, dem Agagiter, ab! Er richtet sich gegen die Juden.« Der König streckte Ester den goldenen Herrscherstab entgegen. Da stand Ester auf und trat vor den König. Sie sagte: »Wenn es dem König gefällt, finde ich dann Gnade bei ihm? Scheint dem König die Sache angemessen? Wenn er meine Meinung für richtig hält, dann soll er eine schriftliche Anordnung treffen: Er soll das Schreiben widerrufen, das den Plan von Haman, dem Agagiter, enthält. Haman, Sohn von Hammedata, hat es nur aufsetzen lassen, um alle Juden zu vernichten – alle, die in den Provinzen des Reichs leben. Wie könnte ich das Unheil mit ansehen, das mein Volk treffen soll? Wie könnte ich das Verderben ertragen, das meine Verwandten erleben sollen?« Da sagte König Xerxes zu Königin Ester und zu dem Juden Mordechai: »Ich habe Ester das Haus von Haman geschenkt. Man hat Haman an den Galgen gehängt, weil er die Juden umbringen wollte.
Ester 9 | Vers 12-14
Da sagte der König zu Königin Ester »In der Festung Susa haben die Juden zugeschlagen. Sie haben 500 Menschen umgebracht, darunter die zehn Söhne von Haman. Was haben sie in anderen Provinzen des Königs getan? Worum bittest du noch? Es soll dir gegeben werden. Und was wünschst du darüber hinaus? Du sollst es bekommen.« Ester bat: »Wenn es dem König recht ist, dürfen die Juden in Susa morgen noch einmal dasselbe tun. Und man soll die Leichen der zehn Söhne von Haman öffentlich am Galgen aufhängen.« Der König antwortete: »So soll es geschehen.« Ein entsprechendes Gesetz wurde in Susa erlassen, und man hängte die zehn Söhne von Haman auf.
Ester 9 | Vers 29-32
Königin Ester, die Tochter von Abihajil, und der Jude Mordechai schrieben einen zweiten Brief. Er sollte mit allem Nachdruck die Pflicht bestätigen, das Fest »Purim« zu feiern. Ester schickte das Schreiben an alle Juden in den 127 Provinzen im Königreich von Xerxes. Es enthielt Worte des Friedens und der Treue. Das Schreiben bestätigte das, was Mordechai, der Jude, und Königin Ester im ersten Brief angeordnet hatten: Das Purim-Fest muss zur richtigen Zeit gefeiert werden. Mordechai und Ester verpflichteten sich selbst dazu, die Vorschriften zum Fasten und Klagen einzuhalten. Das sollte auch für ihre Nachkommen gelten. Die Anordnung von Ester bestätigte diese Pflichten. Die Regeln für die Tage des Purim-Fests wurden in einem Buch aufgeschrieben.
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